Mittwoch, 18. März 2020

GOTTESDIENSTE FALLEN AUS




   Ist schon komisch: plötzlich keine Messe mehr. Da kommen Fragen auf wie: Hatte ich mich so daran gewöhnt, diesen Schatz bei mir zu haben? Habe ich ihn genug geschätzt? Durfte ich doch, so oft ich wollte und konnte, anwesend sein, wie Jesu Kreuzesopfer auf dem Altar vollzogen wurde, wie ER mich in dieses Geheimnis mit hinein nahm mit meinem ganzen Leben, und es verwandelte, immer mehr ein Stück weiter in Richtung Auferstehung - und nun: nichts mehr. Auch in die Konventmesse im Kloster nebenan durfte ich nicht - die Nonnen mussten versprechen, niemanden von außen hineinzulassen.
Verschlossen die Tür zum Hochzeitsmahl. 
Ich habe vor Sehnsucht und Schmerz geweint.

   Nun vertraue ich auf das Gebet derer, die in Zeiten von Corona eine Messe feiern dürfen - Priester ohne Gemeinde, die im Internet übertragen. Danke, dass ihr mich mit tragt!
Der Papst, dessen Frühmesse in Santa Marta nun jeden Morgen auf deutsch übertragen wird. Danke, heiliger Vater, du trägst das im Moment für die ganze Kirche! 

  Ich bin dankbar, dass es die sogenannte "geistige Kommunion" gibt. In der Kathpedia findet sich ein guter Artikel dazu. Dieses Gebet gefällt mir am Besten:


"Mein Jesus, ich glaube, 
 dass Du im allerheiligsten Sakrament des Altares zugegen bist.
Ich liebe Dich über alles,
und meine Seele sehnt sich nach Dir.
Da ich Dich aber jetzt im Sakrament des Altares
nicht empfangen kann,
so komme wenigstens geistigerweise zu mir.
Ich umfange Dich, als wärest Du schon bei mir
und vereinige mich mit Dir!
Ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an.
Lass nicht zu, dass ich mich je von Dir trenne.

Amen."