Mittwoch, 13. Mai 2020

Geistige Adoption eines ungeborenen Kindes

Die geistige Adoption des ungeborenen Kindes. 
 Ein Gebet zum Schutz des ungeborenen Lebens.  
Hilfestellung für alle, die an den Folgen eines Schwangerschaftsabbruches leiden.



Am häufigsten gestellte Fragen und Antworten:

Was ist die geistige Adoption?
Die geistige Adoption ist ein Gebetskreuzzug für ein Kind, das durch die Tötung im Mutterleib bedroht ist. Er dauert 9 Monate und beinhaltet das tägliche Beten eines Gesätzchens des Rosenkranzes (1 Vaterunser und 10 Gegrüßet seist du Maria) sowie ein Sondergebet für das Kind und seine Eltern.  Neben dem Gebet können auch noch zusätzliche Vorsätze getroffen und erfüllt werden.

Um welche zusätzlichen Vorsätze handelt es sich?
Zusätzliche Vorsätze können sein: öftere Beichte und heilige Kommunion, Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes, das Lesen der Bibel, das Fasten mit Brot und Wasser, der Kampf mit der Sucht, Hilfeleistung für Bedürftige oder andere Gebete (z.B. Litanei usw.) Es sollen reale Vorsätze getroffen werden, im Hinblick auf die individuellen Möglichkeiten ihrer Erfüllung.

Ist die geistige Adoption auch ohne zusätzliche Vorsätze möglich?
Ja. Die zusätzlichen Vorsätze sind nicht zwingend, jedoch werden sie gern getroffen.

Wie entstand die Idee der geistigen Adoption?
Die geistige Adoption entstand nach Erscheinungen der Mutter Gottes in Fatima, als Antwort auf den Ruf der Mutter Gottes zum Rosenkranzgebet, Buße und Genugtuung für jene Sünden, die am meisten ihr Unbeflecktes Herz verletzen. Im Jahre 1987 wurde diese Idee nach Polen übertragen. Das erste Zentrum der geistigen Adoption entstand in der Kirche der Paulaner in Warschau (heute Kloster Jasna Góra – Heller Berg – in Częstochowa). Von dort aus verbreitet sie sich im In- und Ausland.

Was sind die Früchte der geistigen Adoption?
Die geistige Adoption heilt erfolgreich tiefe innere Verletzungen, die die Abtreibungssünde verursacht. Sie lässt die Mutter den Glauben an die Barmherzigkeit Gottes wiedergewinnen, indem sie ihrem Herzen den Frieden bringt. Als konkrete selbstlose und persönliche Gabe (Gebet, Opfer und Fasten) hilft sie besonders den jungen Menschen, ihren Charakter zu bilden, den Egoismus zu bekämpfen, die Freude der verantwortlichen Elternschaft zu entdecken, indem sie sie befähigt, Liebe und Sexualität mit den Augen Gottes wahrzunehmen. Systematisches Beten und positives Handeln vertiefen den Kontakt zu Gott und helfen den Sinn der vernachlässigten asketischen Praktiken zu entdecken. Sie kann auch ein Anstoß für die Wiederbelebung der Liebe und des gemeinsamen Gebetes in der Familie werden.

Wer kann die geistige Adoption geloben?
Jede Zivilperson, Geweihte, Männer, Frauen, unabhängig vom Alter. Die Kinder jedoch nur unter der Aufsicht ihrer Eltern.

Wie oft kann man die geistige Adoption geloben?
Die geistige Adoption kann mehrfach aufgenommen werden, wenn die notwendigen Verpflichtungen erfüllt werden.

Muss das Gelöbnis jedes Mal wiederholt werden?
Ja.

Kann man mehrere Kinder gleichzeitig adoptieren?
Nein. Die geistige Adoption beschränkt sich auf ein Kind.

Ist die Identität des Kindes bekannt?
Nein, nur Gott allein kennt das Kind und dessen Namen.

Woher die Gewissheit, das Gott unsere Bitten erhört?
Unsere Gewissheit stützen wir auf unseren Glauben in die Allmacht und die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes. Gott ist unser Schöpfer und sein Wille ist es, dass jedes gezeugte Kind lebt – umhüllt von der Liebe seiner Eltern.

Ist das Vergessen der Gebete an einem Tag eine Sünde?
Das Vergessen ist keine Sünde. Sünde ist jedoch das bewusste und gewollte Vernachlässigen des vor Gott abgelegten Gelöbnisses.

Wird durch länger anhaltende Vernachlässigung des Gebetes die geistige Adoption unterbrochen?
Eine längere Pause (ca.1 Monat) unterbricht die geistige Adoption. In diesem Fall ist das Versprechen zu wiederholen. Kürzere Unterbrechungen schaden nicht, wenn die geistige Adoption um die ausgefallene Zeit verlängert wird.

Können nicht kirchlich getraute Personen die geistige Adoption geloben?
Ja, genauso wie Geschiedene.

Ist die geistige Adoption auch dann gültig, wenn man die Teilnahme durch den Rundfunk bestätigt?
Ja.

Muss das Gelöbnis in feierlicher Form, ausschließlich in der Kirche in Anwesenheit eines Priesters abgelegt werden?
Es wird empfohlen das Gelöbnis in feierlicher Form abzulegen, was aber nicht verpflichtend ist. Es ist auch im privaten Umfeld möglich.

Können Personen, die an den Vorbereitungen nicht teilgenommen haben, die geistige Adoption aufnehmen? Kranke, Behinderte, Menschen fortgeschrittenen Alters?
Ja, sie können das Gelöbnis privat ablegen.

In welcher Form ist das Gelöbnis privat abzulegen?
Die Gelöbnisformel ist (am besten vor einem Kruzifix oder einem heiligen Bild) abzulesen. Ab diesem Moment entsteht die Verpflichtung, neun Monate lang täglich ein Gesätz des Rosenkranzes und das Gebet für das bedrohte Kind zu sprechen. Es wird empfohlen, das Datum des Beginns und des Endes zur Erinnerung zu vermerken.

Wie ist die Verbreitung der geistigen Adoption möglich? 
  • durch das Begeistern des Umfeldes für die geistige Adoption  
  • durch Zustimmung des Pfarrers zur Durchführung des Gelöbnisses der geistigen Adoption in der Kirche
  • durch die Kontaktaufnahme mit einem Zentrum der geistigen Adoption für die Zusendung eines Informationsmaterials sowie zur Hilfestellung der Durchführung des Gelöbnisses.

Hat das Gebet Imprimatur?  
Ja, das Gebet über die geistige Adoption wurde mit Erlaubnis des Warschauer Metropolitanischen Ordinariates am 31. März 1987, Nr.  1687 / K / 87 herausgegeben. Die Gelöbnisformel der geistigen Adoption wurde durch das Bischöfliche Ordinariat in Danzig am 27. Sept. 1994 genehmigt. Die Idee der geistigen Adoption hat der Heilige Vater Johannes Paul II im Schreiben vom 25. April 1994 an den Abt von Jasna Góra in Tschenstochau (Częstochowa) gesegnet.

Zentrum der Verbreitung Geistiger Adoption: Jasna Góra / Tschenstochau

Centrum Duchowej Adopcji - Jasna Góra, 
42-225 Częstochowa, ul. O. Kordeckiego 2, Polen
www.jasnagora.pl

Tel. +48 34 37 77415 – Frau Barbara Szyc.



Weitere Seiten die dieses Gebet verbreiten: 

Montag, 11. Mai 2020

Taufe für abgetriebene Kinder

   Vor einiger Zeit bin ich der Facebook-Gruppe "Ich bin gegen Abtreibung!!!" beigetreten. Dort habe ich ein Gebet gepostet, dass Jesus dem nigerianischen Seher Barnabas Nwoye übermittelt hat mit der Bitte, die abgetriebenen Kinder zu taufen. Mit diesem Gebet sind auch große Gnaden verbunden.


Gebet um die Taufe der abgetriebenen Kinder (29.07.1998):

   "Heutzutage hat das Blut der unschuldigen Kinder den Himmel gefüllt. Ihre Anzahl ist zu groß, zu groß; der Zorn des Ewigen Vaters ist im Begriff, auf die Menschheit nieder zu gehen. Ihr Blut rührt Mein Herz, das gemartert wird, und lässt Meine Qualen sich vergrößern. - Durch dieses Gebet wird eine große Anzahl von unschuldigen, ungeborenen Kindern gerettet werden; betet es täglich und macht es der Welt bekannt. Jeder, der es lehrt, wird nicht verloren gehen. Die unschuldigen Seelen im Himmel werden sie nicht verloren gehen lassen. Ich werde sie durch Meine Liebe und Barmherzigkeit vor dem Fall in die Todsünde schützen."

Gebet:

   "Himmlischer Vater, Deine Liebe ist ewig. In Deiner Liebe, tief wie das Meer, hast Du die Welt durch Deinen eingeborenen Sohn Jesus Christus erlöst. Schaue jetzt auf Deinen einzigen Sohn am Kreuz, der aus Liebe zu den Seinen unaufhörlich Sein Blut vergießt, und vergib der menschlichen Gesellschaft. Reinige und taufe die abgetriebenen Kinder mit dem Kostbaren Blut und Wasser aus der Heiligen Seite Deines Sohnes, der um unserer Erlösung willen tot am Kreuze hing. Im Namen des + Vaters und des + Sohnes und des + Heiligen Geistes. Mögen sie durch die Helligkeit Jesu Christi das ewige Leben erlangen, durch Seine Wunden geheilt und durch Sein Kostbares Blut befreit werden, um sich mit den Heiligen dort im Himmel zu erfreuen. Amen."




   Es gab dann in der Gruppe eine Diskussion, ob denn kleine unschuldige Kinder, die so gelitten haben, auch noch getauft werden müssten. Die Internationale Theologische Kommission hat die Frage des Geschicks der ungetauften Kinder untersucht. Im Dokument, dass 2007 vom Heiligen Vater approbiert wurde, heißt es u.a.:

  2. "Die Anzahl der Kinder, die ungetauft sterben, wächst in unserer Zeit erheblich. Dies liegt zum Teil daran, dass ihre Eltern, beeinflusst durch den kulturellen Relativismus und religiösen Pluralismus, ihren Glauben nicht praktizieren, es ist jedoch zum Teil auch die Folge der Befruchtung im Reagenzglas und der Abtreibung
   Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage nach dem Schicksal dieser Kinder mit neuer Dringlichkeit. In einer solchen Situation erscheinen die Wege, auf denen Heil erlangt werden kann, als noch vielschichtiger und problematischer. Die Kirche als treue Hüterin des Heilsweges weiß, dass die Rettung nur in Christus durch den Heiligen Geist erlangt werden kann. Doch als Mutter und Lehrerin kann sie nicht umhin, über das Schicksal aller menschlichen Wesen nachzusinnen, die nach dem Bild Gottes geschaffen sind, insbesondere der schwächsten unter ihnen. Erwachsene sind mit Vernunft, Gewissen und Freiheit ausgestattet, sie können persönlich über ihr Schicksal entscheiden, indem sie Gottes Gnade annehmen oder zurückweisen. Kinder jedoch, die noch nicht zum Gebrauch von Vernunft, Gewissen und Freiheit gelangt sind, können nicht für sich selbst entscheiden. Eltern erleben eine tiefe Trauer und Schuldgefühle, wenn sie keine moralische Gewissheit über die Rettung ihrer Kinder haben, und Menschen finden es zunehmend schwierig anzunehmen, dass Gott gerecht und barmherzig ist, wenn er Kinder ohne persönliche Sünde vom ewigen Glück ausschließt, ob sie nun Christen sind oder nicht. 
   Unter theologischem Gesichtspunkt stellt die Entwicklung einer Theologie der Hoffnung und einer Communio-Ekklesiologie, zusammen mit der Anerkennung der Größe göttlicher Barmherzigkeit, eine Herausforderung für eine ungebührlich restriktive Sicht der Rettung dar. Der universale Heilswille Gottes und die entsprechend universale Mittlerschaft Christi bedeuten in der Tat, dass alle theologischen Begriffe unangemessen sind, die letztlich Gottes Allmacht selbst und insbesondere seine Barmherzigkeit infrage stellen.

   3. Die Vorstellung des Limbus, die die Kirche viele Jahrhunderte lang verwendet hat, um das Schicksal der ohne Taufe verstorbenen Kinder zu bestimmen, hat keine klare Grund­lage in der Offenbarung, obwohl sie sehr lange in der traditionellen theologischen Lehre benutzt wurde. Darüber hinaus gibt der Gedanke, dass ungetauft verstorbene Kinder der beseligenden Gottesschau beraubt sind – ein Gedanke, der so lange als allgemeine Lehre der Kirche betrachtet worden ist –, so sehr Anlass für zahlreiche pastorale Probleme, dass viele Seelenhirten um ein tieferes Nachdenken über die Heilswege gebeten haben. Die notwendige Neuerwägung der theologischen Frage kann nicht von den tragischen Folgen der Ursünde absehen. Die Ursünde bedeutet einen Zustand der Trennung von Christus, und dies schließt die Möglichkeit der Gottesschau für diejenigen aus, die in diesem Zustand sterben."

   Die Kirche hat das also noch nicht vollkommen geklärt. Gott ist unendlich barmherzig, niemand kann tiefer fallen als in Seine Hände, die Wirkung der Erbsünde jedoch ist nicht zu unterschätzen. In diesem Zusammenhang ist es  m.E. wichtig zu wissen, dass ein neuer Mensch nicht einfach ein Zellhaufen ist, sondern dass Gott bereits mit der Befruchtung der Eizelle die Beseelung vollzieht. In dieser Seele wohnt - seit dem Sündenfall im Paradies - die Erbsünde, obwohl ja dieses kleine noch nicht einmal geborene Menschlein gar nicht selbst und bewusst sündigen kann. Es ist sozusagen ein Fleck, ein Schatten auf unserer Lichtseele, und das Sakrament der Taufe befreit davon.

   Ein wunderschönes, sehr notwendiges Gebet. Danke, Jesus. Verzeih uns unsere unfassbaren Sünden!