Vor einiger Zeit bin ich der Facebook-Gruppe "Ich bin gegen Abtreibung!!!" beigetreten. Dort habe ich ein Gebet gepostet, dass Jesus dem nigerianischen Seher Barnabas Nwoye übermittelt hat mit der Bitte, die abgetriebenen Kinder zu taufen. Mit diesem Gebet sind auch große Gnaden verbunden.
Gebet um die Taufe der abgetriebenen Kinder (29.07.1998):
"Heutzutage hat das Blut der unschuldigen Kinder den Himmel gefüllt. Ihre Anzahl ist zu groß, zu groß; der Zorn des Ewigen Vaters ist im Begriff, auf die Menschheit nieder zu gehen. Ihr Blut rührt Mein Herz, das gemartert wird, und lässt Meine Qualen sich vergrößern. - Durch dieses Gebet wird eine große Anzahl von unschuldigen, ungeborenen Kindern gerettet werden; betet es täglich und macht es der Welt bekannt. Jeder, der es lehrt, wird nicht verloren gehen. Die unschuldigen Seelen im Himmel werden sie nicht verloren gehen lassen. Ich werde sie durch Meine Liebe und Barmherzigkeit vor dem Fall in die Todsünde schützen."
"Himmlischer Vater, Deine Liebe ist ewig. In Deiner Liebe, tief wie das Meer, hast Du die Welt durch Deinen eingeborenen Sohn Jesus Christus erlöst. Schaue jetzt auf Deinen einzigen Sohn am Kreuz, der aus Liebe zu den Seinen unaufhörlich Sein Blut vergießt, und vergib der menschlichen Gesellschaft. Reinige und taufe die abgetriebenen Kinder mit dem Kostbaren Blut und Wasser aus der Heiligen Seite Deines Sohnes, der um unserer Erlösung willen tot am Kreuze hing. Im Namen des + Vaters und des + Sohnes und des + Heiligen Geistes. Mögen sie durch die Helligkeit Jesu Christi das ewige Leben erlangen, durch Seine Wunden geheilt und durch Sein Kostbares Blut befreit werden, um sich mit den Heiligen dort im Himmel zu erfreuen. Amen."
Es gab dann in der Gruppe eine Diskussion, ob denn kleine unschuldige Kinder, die so gelitten haben, auch noch getauft werden müssten. Die Internationale Theologische Kommission hat die Frage des Geschicks der ungetauften Kinder untersucht. Im Dokument, dass 2007 vom Heiligen Vater approbiert wurde, heißt es u.a.:
2. "Die Anzahl der Kinder, die ungetauft sterben, wächst in unserer Zeit erheblich. Dies liegt zum Teil daran, dass ihre Eltern, beeinflusst durch den kulturellen Relativismus und religiösen Pluralismus, ihren Glauben nicht praktizieren, es ist jedoch zum Teil auch die Folge der Befruchtung im Reagenzglas und der Abtreibung.
Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage nach dem Schicksal dieser Kinder mit neuer Dringlichkeit. In einer solchen Situation erscheinen die Wege, auf denen Heil erlangt werden kann, als noch vielschichtiger und problematischer. Die Kirche als treue Hüterin des Heilsweges weiß, dass die Rettung nur in Christus durch den Heiligen Geist erlangt werden kann. Doch als Mutter und Lehrerin kann sie nicht umhin, über das Schicksal aller menschlichen Wesen nachzusinnen, die nach dem Bild Gottes geschaffen sind, insbesondere der schwächsten unter ihnen. Erwachsene sind mit Vernunft, Gewissen und Freiheit ausgestattet, sie können persönlich über ihr Schicksal entscheiden, indem sie Gottes Gnade annehmen oder zurückweisen. Kinder jedoch, die noch nicht zum Gebrauch von Vernunft, Gewissen und Freiheit gelangt sind, können nicht für sich selbst entscheiden. Eltern erleben eine tiefe Trauer und Schuldgefühle, wenn sie keine moralische Gewissheit über die Rettung ihrer Kinder haben, und Menschen finden es zunehmend schwierig anzunehmen, dass Gott gerecht und barmherzig ist, wenn er Kinder ohne persönliche Sünde vom ewigen Glück ausschließt, ob sie nun Christen sind oder nicht.
Unter theologischem Gesichtspunkt stellt die Entwicklung einer Theologie der Hoffnung und einer Communio-Ekklesiologie, zusammen mit der Anerkennung der Größe göttlicher Barmherzigkeit, eine Herausforderung für eine ungebührlich restriktive Sicht der Rettung dar. Der universale Heilswille Gottes und die entsprechend universale Mittlerschaft Christi bedeuten in der Tat, dass alle theologischen Begriffe unangemessen sind, die letztlich Gottes Allmacht selbst und insbesondere seine Barmherzigkeit infrage stellen.
3. Die Vorstellung des Limbus, die die Kirche viele Jahrhunderte lang verwendet hat, um das Schicksal der ohne Taufe verstorbenen Kinder zu bestimmen, hat keine klare Grundlage in der Offenbarung, obwohl sie sehr lange in der traditionellen theologischen Lehre benutzt wurde. Darüber hinaus gibt der Gedanke, dass ungetauft verstorbene Kinder der beseligenden Gottesschau beraubt sind – ein Gedanke, der so lange als allgemeine Lehre der Kirche betrachtet worden ist –, so sehr Anlass für zahlreiche pastorale Probleme, dass viele Seelenhirten um ein tieferes Nachdenken über die Heilswege gebeten haben. Die notwendige Neuerwägung der theologischen Frage kann nicht von den tragischen Folgen der Ursünde absehen. Die Ursünde bedeutet einen Zustand der Trennung von Christus, und dies schließt die Möglichkeit der Gottesschau für diejenigen aus, die in diesem Zustand sterben."
Die Kirche hat das also noch nicht vollkommen geklärt. Gott ist unendlich barmherzig, niemand kann tiefer fallen als in Seine Hände, die Wirkung der Erbsünde jedoch ist nicht zu unterschätzen. In diesem Zusammenhang ist es m.E. wichtig zu wissen, dass ein neuer Mensch nicht einfach ein Zellhaufen ist, sondern dass Gott bereits mit der Befruchtung der Eizelle die Beseelung vollzieht. In dieser Seele wohnt - seit dem Sündenfall im Paradies - die Erbsünde, obwohl ja dieses kleine noch nicht einmal geborene Menschlein gar nicht selbst und bewusst sündigen kann. Es ist sozusagen ein Fleck, ein Schatten auf unserer Lichtseele, und das Sakrament der Taufe befreit davon.
Ein wunderschönes, sehr notwendiges Gebet. Danke, Jesus. Verzeih uns unsere unfassbaren Sünden!

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