Carlo Maria Viganò /
Bergoglio über das Zweite Vatikanum. Fratelli Tutti (alle sind Brüder) mit
Ausnahme der Katholiken.
Gespeichert in: Blog
von Aldo Maria Valli.
Liebe Freunde von Duc
in altum,
Monsignore Carlo Maria
Viganò nimmt Bezug auf die jüngsten Äußerungen von Franziskus über das Zweite
Vatikanum, Äußerungen, die dafür gesorgt haben, das Konzil nach den
modernistischsten Vorstellungen zu dogmatisieren, wenn nicht sogar zu
vergöttern. Für Bergoglio, so stellt sich heraus, ist jeder ein Bruder, jeder
ist würdig, willkommen zu sein, außer denen (wie im Fall der Autoren des Buches
„Das andere Vaticanum II, Stimmen eines nie enden wollenden Konzils“), die es
wagen, das Zweite Vatikanum zu hinterfragen und seine verheerendsten Folgen für
die Kirche und den katholischen Glauben zur Kenntnis zu nehmen.
Quicumque vult
salvus esse, o
dell’idolatria del Vaticano II
Wer da selig werden
will, oder
Der Götzendienst des Zweiten Vatikanischen Konzils)
Similes illis fiant qui faciunt ea,
et omnes qui confidunt in eis.
Ps 113, 16
(Ihnen sind gleich, die sie
machen, alle, die auf sie vertrauen. -
Gemeint sind die von
Menschenhand gemachten Götzen.)
Während ehemals katholische Nationen
Abtreibung und Euthanasie, Gender-Theorie und sodomitische Ehen in ihre Gesetze
einführen; während in den Vereinigten Staaten ein rechtmäßig gewählter
Präsident sich von einem korrupten, verdorbenen und abtreibenden "Präsidenten"
aus dem Weißen Haus usurpiert sieht, der durch einen gigantischen Betrug
ernannt wurde, mit dem höflichen Beifall von Bergoglio und den progressiven
Bischöfen; während die Weltbevölkerung in Geiselhaft von Verschwörern und
Verschworenen ist, die von der Psychopandemie und der Auferlegung von
unwirksamen und gefährlichen Pseudoimpfstoffen profitieren, konzentriert sich
die Sorge von Franziskus auf die Katechese, in einem Monolog, der am 30. Januar
für das ausgewählte Publikum des Nationalen Katechetischen Büros der IEC
gehalten wurde (http://www.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2021/january/documents/papa-francesco_20210130_ufficio-catechistico-cei.html).
Das Spektakel fand statt aus Anlass des Jahrestags
der Gründung des Katechetischen Amtes, "ein unverzichtbares Instrument
der katechetischen Erneuerung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil."
In diesem Monolog, der höchstwahrscheinlich
von irgendeinem grauen Beamten der italienischen Bischofskonferenz in Form
eines Entwurfs verfasst und dann dank der Improvisation, in der sich Augustus,
der Redner, auszeichnet, von Hand weiterentwickelt wurde, tauchen pünktlich
alle Worte auf, die den Anhängern der konziliaren Kirche lieb und teuer sind,
vor allem jenes „Kerygma“, das jeder gute Modernist in seinen Predigten
niemals auslassen darf, obwohl er fast immer die Bedeutung des griechischen
Begriffs ignoriert, den er höchstwahrscheinlich nicht einmal zu deklinieren
weiß, ohne über Akzente und Endungen zu stolpern. Offensichtlich war die
Ignoranz derer, die den Refrain des Zweiten Vatikanischen Konzils wiederholen,
instrumentum regni (einFall von Ausnutzung der Religion durch den Staat), da
der Klerus gezwungen war, die katholische Lehre zugunsten des kreativen
Ansatzes des neuen Kurses beiseite zu legen. Natürlich würde die Verwendung des
Wortes „Verkündigung“ anstelle von „Kerygma“ die Reden der Eingeweihten
trivialisieren und außerdem die verächtliche Intoleranz der Kaste gegenüber den
Massen offenbaren, die sich stur an den verbotenen postridentinischen
Begriffsbildungen festklammert.
Es ist kein Zufall, dass die Erneuerer mit
aller Macht den Katechismus des heiligen Pius X. verabscheuen, der in der Kürze
und Klarheit der Fragen und Antworten keinen Raum für die Erfindungsgabe des
Katecheten lässt. Der Katechet sollte - und das ist er seit sechzig Jahren
nicht mehr - derjenige sein, der weitergibt, was er empfangen hat, und nicht
ein eingebildeter "Erinnerer" der Heilsgeschichte, der von Zeit zu
Zeit auswählt, welche Wahrheiten er weitergibt und welche er beiseite lässt, um
seine Gesprächspartner nicht zu verärgern.
In der barmherzigen bergoglianischen Kirche,
Erbin der nachkonziliaren Kirche (beides Deklinationen eines Geistes, der
nichts Katholisches mehr an sich hat), ist es erlaubt, jedes Dogma, jede
Glaubenswahrheit, jedes lehramtliche Dokument und jede päpstliche Verlautbarung
vor 1958 zu diskutieren, in Frage zu stellen und zu verwerfen. Denn, in den
Worten von Franziskus, kann man "Brüder und Schwestern aller sein,
unabhängig vom Glauben." Jeder Gläubige versteht sehr gut die sehr
ernsten Implikationen des gegenwärtigen Pseudo-Magisteriums, das schamlos der
ständigen Lehre der Heiligen Schrift, der göttlichen Tradition und des
Apostolischen Lehramtes widerspricht. Das naive Opfer der jahrzehntelangen
konziliaren Umprogrammierung der Katholiken könnte jedoch glauben, dass in
diesem zusammengesetzten Babel von Häretikern, Protestlern und Lasterhaften
wenigstens noch etwas Platz für die Orthodoxen, die frommen Untertanen des
Papstes und die Tugendhaften bleibt.
Fratelli tutti (Alle Brüder), unabhängig vom
Glauben? Dieses Prinzip des toleranten und verschwommenen Willkommens kennt
keine Grenzen, außer der, katholisch zu sein. In der Tat lesen wir in
Bergoglios Monolog, den er am 30. Januar in der Sala Clementina hielt: „Das
Konzil ist das Lehramt der Kirche. Entweder sind Sie in der Kirche und folgen
daher dem Konzil, und wenn Sie dem Konzil nicht folgen oder es auf Ihre eigene
Weise tun, nach Ihrem eigenen Wunsch interpretieren, dann sind Sie nicht in der
Kirche. Wir müssen in diesem Punkt anspruchsvoll und streng sein. Das Konzil kann
nicht verhandelt werden... Nein, das Konzil ist so. Und dieses Problem, das wir
erleben, die Selektivität des Konzils, hat sich im Laufe der Geschichte auch
bei anderen Konzilen wiederholt.“ (Übersetzung von VaticanNews).
Der Leser möge die Güte haben, sich nicht
mit der unsicheren Prosa unseres „Hochwürden“
aufzuhalten, der in seiner improvisierten "Spontaneität" ein
lehrhaftes Chaos mit einem Massaker an Syntax verbindet. Die Botschaft der
Ansprache an die Katechisten stürzt die barmherzigen Worte von Fratelli tutti
in Widerspruch und zwingt zu einer pflichtgemäßen Änderung des Titels des
Briefes "Enzyklika" in „Fratelli tutti, mit Ausnahme der Katholiken“.
Und wenn es sehr wahr und angenehm ist, dass die Konzilien der katholischen
Kirche Teil des Lehramtes sind, so kann das Gleiche nicht für das einzige
"Konzil" der neuen Kirche gesagt werden, das - wie ich wiederholt
festgestellt habe - die kolossalste Täuschung darstellt, die von den Hirten an
der Herde des Herrn begangen wurde; eine Täuschung - repetita juvant (doppelt
geschrieben hält besser) -, die vollzogen wurde, als eine Handvoll fachkundiger
Verschwörer beschloss, die Instrumente der kirchlichen Regierung - Autoritäten,
Lehraufträge, päpstliche Reden, Dokumente der Kongregationen, Texte der
Liturgie - für einen Zweck zu verwenden, der dem entgegengesetzt ist, den der
göttliche Gründer bei der Einsetzung der Heiligen Kirche festgelegt hat. Auf
diese Weise wurden die Untertanen gezwungen, sich einer neuen Religion anzuschließen,
die immer unverhohlener antikatholisch und letztlich antichristlich ist und die
heilige Autorität der alten, verachteten und missbilligten vorkonziliaren
Religion an sich reißt.
Wir befinden uns also in der grotesken
Situation, dass wir die Heilige Dreifaltigkeit, die Göttlichkeit Jesu Christi,
die Lehre von der Totenmesse (Requiem), den Zweck des Heiligen Opfers, die
Transsubstantiation, die immerwährende Jungfräulichkeit der seligen Jungfrau
Maria leugnen müssen, ohne dass dies irgendeine kanonische Sanktion nach sich
zieht (wäre es nicht so, wären fast alle Konsultoren des Zweiten Vatikanischen
Konzils und der jetzigen Römischen Kurie bereits exkommuniziert worden). Aber
"wenn du dem Konzil nicht folgst oder es auf deine eigene Weise interpretierst,
wie du willst, bist du nicht bei der Kirche." Bergoglios Glosse zu
dieser herausfordernden Verurteilung jeglicher Kritik am Konzil lässt einen
wirklich ungläubig zurück: „Mich lässt das so sehr an eine Gruppe von
Bischöfen denken, die nach dem Ersten Vatikanum ausgetreten sind, oder eine
Gruppe von Laien, die die Kirche verließen, um woanders die ,wahre Lehre´
fortzusetzen, die nicht die des Ersten Vatikanums war. Sie sagten, sie seien
die ,wahren Katholiken´... Heute ordinieren sie Frauen.“
Es sollte angemerkt werden, dass "eine
Gruppe von Bischöfen, eine Gruppe von Laien, Gruppen", die sich
weigerten, sich an die vom Ersten Vatikanischen Ökumenischen Konzil unfehlbar
definierte Lehre zu halten, sofort verurteilt und exkommuniziert wurden,
während sie heute mit offenen Armen empfangen würden, "unabhängig von
ihrem Glauben"; und dass die Päpste, die damals die altgedienten
Katholiken verurteilten, heute das Zweite Vatikanische Konzil verurteilen
würden und von Bergoglio beschuldigt würden, "nicht zur Kirche zu
gehören". Auf der anderen Seite sind die kürzlich erfundenen
weiblichen Lektoren und Akolythen ein Vorspiel zu nichts anderem als dem "heute
ordinieren sie Frauen", bei dem diejenigen, die die Lehre Christi
verlassen, unweigerlich landen.
Seltsamerweise hindern ökumenische
Offenheit, der synodale Weg und Pachamama sie nicht daran, intolerant gegenüber
Katholiken zu sein, deren einziger Fehler darin besteht, dass sie nicht vom
Glauben abfallen wollen. Und doch, wenn Bergoglio davon spricht, "keine
Zugeständnisse an diejenigen zu machen, die versuchen, eine Katechese zu
präsentieren, die nicht mit dem Lehramt der Kirche übereinstimmt", kompromittiert
er sich selbst und den angeblichen Vorrang der Seelsorge vor der Lehre, der in Amoris
lætitia als Errungenschaft derjenigen theoretisiert wird, die Brücken bauen
und nicht Mauern, um einen Ausdruck zu verwenden, der den Höflingen von Santa
Marta lieb ist.
So könnten wir von nun an den Titel des
Athanasischen Glaubensbekenntnisses aktualisieren: "Quicumque vult salvus
esse, ante omnia opus est, ut teneat Modernistarum hæresim". (Wer da selig
werden will, der muss vor allem an den Häresien der Modernisten festhalten.)
+ Carlo Maria Viganò, Erzbischof
am 3. Februar 2021,
Gedenktag
des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius.
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L
iebe
Freunde von Duc in altum, ich freue mich, die Veröffentlichung des
Buches „Das andere Vaticanum II – Stimmen eines nie enden wollenden Konzils“
verkündigen zu können (Chorabooks 2021), das eine alternative und gegenläufige
Betrachtungsweise des Zweiten Vatikanischen Konzils vorschlägt, ein
wesentliches Thema, wenn wir uns mit der Krise der Kirche und des Glaubens
selbst auseinandersetzen wollen.
Mit Beiträgen von Enrico Maria Radaelli,
Pater Serafino Maria Lanzetta, Pater Giovanni Cavalcoli, Fabio Scaffardi,
Alessandro Martinetti, Roberto de Mattei, Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, Eric
Sammons, Monsignore Carlo Maria Viganò, Monsignore Guido Pozzo, Giovanni
Formicola, don Alberto Strumia, Monsignore Athanasius Schneider, Aldo Maria
Valli.
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